Hilfestellung / FAQ

Oft gestellten Fragen und Antworten

Jedes Werkstück bzw. Teil, das beschichtet werden soll, sollte folgende Voraussetzungen mitbringen:
• Aufhängebohrungen an jedem Teil
• Wasserablaufbohrungen
• keine Oxidierung der Teile (Haftung)
• keine Aufkleberreste auf dem Material
• Oberflächen nie mit Silikon in Berührung bringen
• Rohrkonstruktionen sollten dicht verschweißt sein
• Walzhaut und Zunder müssen vor der Beschichtung entfernt sein
• Spachtelarbeiten vor der Beschichtung sollten mit uns abgestimmt werden (Einbrennbar?)
• Auf Frontseitige Oberfläche keine Beschriftungen anbringen (Edding usw.)

Ja. Für fast alle Pulver stehen uns folgende Glanzgrade zur Verfügung:
• Glatt Hochglänzend
• Glatt Glänzend
• Glatt Seidenglänzend
• Glatt Matt
• Glatt Stumpfmatt
• Feinstruktur
• Grobstruktur Glänzend
• Grobstruktur matt

Ja. Diese empfehlen wir auch bei hellen Farbtönen, bei verzinkten Materialien und blanken Stahlteilen (ausgasungsfähiger Primer) und vielen anderen Bedingungen. Die Grundierung übernehmen wir gerne für Sie.

Auf keinen Fall. Wir unterscheiden nicht nur nach RAL- oder Farbton. Eine Auswahl findet im Zusammenhang mit dem Verwendungszweck statt. Hier stehen Pulver für den Innenbereich, den Außenbereich, für Fassaden/ Architektur, Antigraffiti, Hochwetterfest, antibakterielle Wirkung in unterschiedlichen Farbtönen und unterschiedlichen Glanzgraden zur Verfügung und sind bei uns vorrätig. Wir beraten Sie gern.

Ja, kann es. Auch Aluminium bildet in Verbindung mit Luft und Nässe eine Oxidschicht. Deshalb auch Aluminium trocken halten und niemals nass aufeinander stapeln.

Gleichwohl wir überwiegend Partner der Industrie sind, sind wir hauptamtliche Dienstleister. Wir bitten jedoch um Verständnis, wenn die Bearbeitungszeit länger dauert, da wir die Termine unserer Industriekunden einhalten müssen. Kosten der Beschichtung können nur in Verbindung mit Angaben zu Farben, Glanz und Grundsubtrat erfolgen.

Selbstverständlich ist dies möglich. Wir bitten um Einplanung eines Verladezeitfensters von max. 25 Minuten. Zudem muss die Spedition alles zur Ladungssicherung nötige Equipment dabei haben.

Ja und nein. Die handelsüblichen Spachtel dürfen nicht verwendet werden, da diese 200° C nicht standhalten. Einbrennbare Spachtel sind zwar erhältlich, sollten aber nur an bestimmten Stellen und in definierten Mengen verwendet werden. Wir beraten Sie gern.

Ja, können Sie. Da aber Guss zu Ausgasungen im Zuge des Einbrennprozesses neigt, können in der beschichteten Oberfläche Bläschen und Krater entstehen. Das für die Pulverbeschichtung geeignetste Gussverfahren ist das Vacuralgussverfahren. Zur Vermeidung von Lufteinschlüssen wird dieser Guss unter Vakuum gegossen.

Um einen entsprechend der Schutzdauer ausgelegtes Oberflächensystem nutzen zu können müssen insbesondere Fassadenbeschichtungen regelmäßig gereinigt werden. Für die passenden Instandhaltungsmaßnahmen erstellen wir Ihnen gern eine Pflegeanleitung.

Die Zinkschicht ist von Verzinker zu Verzinker unterschiedlich. Zudem gibt es mehrere Verfahren (Spritzverzinkt, Feuerverzinkt usw.). Bei der Beschichtung kommt es leider immer wieder zu Ausgasungen, die zu kleinen Bläschen oder Poren (Krater) in der Pulveroberfläche führen. Dies können Sie umgehen indem Sie den Verzinkungsbetrieb darauf hinweisen, dass die verzinkten Teile im Anschluss pulverbeschichtet werden.

Das Corona- Verfahren ist das am häufigsten eingesetzte Verfahren. Hierbei findet eine elektrostatische Aufladung des Farbpulvers mit Hilfe von Kaskaden, die das Pulver mit Strom in Berührung bringt, statt. Das Tribo- Verfahren wird nur unter besonderen Bedingungen eingesetzt. Hier erfolgt die elektrostatische Aufladung des Pulvers lediglich durch die Reibung des Pulvers.

Das Pulver wird in einem anderen, oft hochwertigeren Verfahren hergestellt. Der Unterschied wird erst nach dem Einbrennen ersichtlich. Die Güte der Farbpartikelchen sind leicht anders bzw. die Verteilung unterschiedlicher. Gebondetes Pulver ist teurer. Für private Zwecke ist das ungebondete Pulver deutlich attraktiver.

Dies ist eine Angabe die bereits im Zuge der Planung erarbeitet werden muss und für den späteren Nutzer der Oberfläche/ Beschichtungssystem die erwartete Standzeit darstellt. Die Schutzdauer ist nicht gleichzusetzen mit Gewährleistungszeit.

Ich kann das optische Erscheinungsbild verändern (Farbton, Glanzgrad), die Wirtschaftlichkeit erhöhen (Korrosionsschutz, Grifffestigkeit) und ggf. sogar physikalische Eigenschaften erzielen (antibakterielle Beschichtung).

Wir gestalten diese speziellen und überwiegend im Maschinenbau benötigten Oberflächen so, dass diese ableitfähig ist. Als ableitfähige Beschichtungen gilt, wenn nach definierter Messmethode ein Oberflächenwiderstand von >7,5×105 Ω und <1×109 Ω gemessen wird.
Werte niedriger als 10 hoch 4 Ohm werden als leitfähig, während Oberflächenwiderstände grösser als 10 hoch 14 als elektrisch isolierend definiert werden.

Nach DIN EN ISO 12944 unterscheidet man folgende Korrosivitäskategorien bzw. Korrosionsschutzklassen:

 

Korr.-KatKorrosionsbelastungtypische Umgebung

C1 unbedeutend nur Innenraum, gedämmte Gebäude, rel. Luftfeuchte 60%
C2 gering gering verunreinigte Atmosphäre, trockenes Klima, z.B. ländliche Bereiche, unbeheizte Gebäude
C3 mäßig Stadt- und Industrie-Atmosphäre, mit mäßiger SO2-Belastung, gemäß. Klima, Küste m. geringer Salzbelast.
C4 stark Industrie-Atmosphäre u. Küstenatmosphäre mit mäßiger Salzbelastung, Chemieanlagen
C5 sehr stark aggressiver Atmosphäre, hohe Salzbelast., Bereiche mit ständiger Kondensation

Jede Korr.- Kat. wird in unterschiedliche Schutzdauern (bis auf C1) eingeteilt.

Diese lauten:
Kurz (L) bis zu 7 Jahre
Mittel (M) 7 bis 15 Jahre
Lang (H) 15 bis 25 Jahre
Sehr lang (VH) über 25 jahre

Wir beschichten Aluminium, Stahl, Stahl verzinkt, Stahlbleche, Zinn, Edelstahl, Blei, Kupfer u. v. m.

Die Palette der Möglichkeiten ist sehr vielseitig. Hier nur ein Auszug: Zäune, Zauntore, Schweißkonstruktionen aller Art, Fachböden, Fassaden- u. Dachbleche aus Alu, Alu- Profile, Schaltschränke, Alu- und Stahlfelgen, Winkel, Druckkessel, Teile für die Medizinbranche, Stühle, Tische, Pfeiler u. v. m.

Zum Sammelbegriff der Vorbehandlung unterscheiden wir in: Physikalische Vorbehandlung: Schleifen, Bürsten, Strahlen, Polieren Chemische Vorbehandlung: Entfetten, Chromatieren (kommt bei uns nicht zum Einsatz), Haftwassertrocknen, Tempern (auskochen).

Mit den nötigen Vorarbeiten, dem Aufhängen, Waschen, Beschichten, Einbrennen und Verpacken dauert die Beschichtung bei uns ca. 24 Stunden.

Wir verpacken Ihre Teile nach der Beschichtung und der Abkühlphase so, dass die Oberfläche keinen Schaden nimmt. Wir unterscheiden in der transportsicheren Verpackung (kann gleich aufgeladen werden) und der zur Abholung bereit gestellter Verpackung (meist lose, lediglich mit Stretchfolie, Pappe oder Schaumstoff versehen). Bei der Wahl beraten wir sie gern.

Die Bewertung unserer Qualität nehmen wir in regelmäßigen Stichproben mit folgenden Tests auf:
• Bestimmung des Farbtons mit Fächer
• Schichtdickenmessung mit Messgerät
• Glanzmessung mit spez. Glanzgradmessgerät
• Gitterschnitt mit Gitterschnittgerät (Haftverbund)
• Elastizitätstests (Biegen, Tordieren)
Die ermittelten Werte werden in eine Datenbank übertragen und ständig dokumentiert und ausgewertet. Abweichungen zur Sollqualität ziehen unter Umständen interne Prozessänderungen nach sich.

Die Festlegung wird je nach Farbpulver und Materialstärke getroffen. Generell gilt; die Einbrenndauer erhöht sich exponentiell mit steigender Materialstärke. Darüber hinaus ergeben sich die Einbrennzeiten aus den Angaben der Pulverhersteller. Diese sind wiederum davon abhängig für welches Grund- Material und welche spätere Verwendung vorherrscht.

Ähnlich wie beim Nasslack besteht das Farbpulver aus reaktiven Harzmischungen, Härtern, Farbpigmenten und diverse Zusatzmittel. Diese Zutaten werden vermischt, geknetet, gequetscht, gewalzt und mehrmals gefiltert.